CORONA-BLOG/Kroatien und Bulgarien neue Corona-Hochrisikogebiete

22.10.2021 | 21:32

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in kompakter Form:

Kroatien und Bulgarien neue Corona-Hochrisikogebiete 

Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) haben die EU-Staaten Kroatien und Bulgarien neu als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft. Gleiches gilt für Kamerun, Singapur und die Republik Kongo, wie das RKI am Freitag mitteilte. Dagegen wurden Honduras, der Irak, Kenia und das Kosovo von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen.

Biontech-Impfstoff laut Unternehmen bei Kindern zu knapp 91 Prozent wirksam 

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hat nach Konzernangaben bei Kindern eine Wirksamkeit von knapp 91 Prozent. Laut einem von Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereichten Dokument beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Fünf- bis Elfjährigen 90,7 Prozent. Die Angaben basieren auf einer Untersuchung mit 2.250 Teilnehmern. Ein schwerer Krankheitsverlauf wurde nicht registriert. Ein Expertengremium der FDA wird sich am kommenden Dienstag mit der Frage befassen, ob der Biontech-Pfizer-Impfstoff für Fünf- bis Zwölfjährige zugelassen werden soll. Bislang gibt es in den USA für das Vakzin eine Notfallzulassung ab zwölf Jahren und eine vollständige Zulassung ab 16 Jahren.

Ministerpräsidenten fordern weiter bundeseinheitliche Regeln 

Die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder hat vom Bund weiterhin bundeseinheitliche Regeln für die Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert. Diese müssten vom Bundestag bis zum 25. November geschaffen werden, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU), nach Beratungen in Königswinter bei Bonn. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt erklärt, die derzeit geltende epidemische Notlage von nationaler Tragweite Ende November auslaufen lassen zu wollen. Laschet sagte, es sei Erwartung der Ministerpräsidentenkonferenz, dass etwa für das Nachverfolgen von Kontaktdaten oder die sogenannten AHA-Regeln allgemeine Rechtsgrundlagen gelten. "Die Länder brauchen diese Option", dies müsse aber durch Bundesrecht geregelt werden.

Städtebund: Müssen Ende der epidemischen Lage riskieren 

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor Beratungen der Länder gefordert, die epidemische Lage nationaler Tragweite auslaufen zu lassen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte im RBB, zwar sei die Pandemie noch nicht überwunden und Schutzmaßnahmen weiter nötig, aber eine Verlängerung dieses Ausnahmezustandes sehe er nicht. "Ich glaube, das ist wichtig, weil es ein Signal an die Gesellschaft, an die Menschen und die Wirtschaft sendet: Wir sind auf dem Weg zurück - ich nenn' das mal so - in den Normalbetrieb", sagte er. Einen erneuten "Flickenteppich" fürchte er nicht. "Wir setzen darauf, dass es eine einvernehmliche Regelung der Länder gibt."

Grundschulen für anhaltende Corona-Tests bei Kindern und Lehrern 

Angesichts hoher Corona-Neuinfektionszahlen vor allem bei Jüngeren dringen die Grundschulen in Deutschland auf anhaltende Schutzmaßnahmen auch für die kommenden Wochen. "Die Testung von Kindern und Schulpersonal muss bis auf Weiteres fortgeführt werden", sagte der Vorsitzende des Grundschulverbands, Edgar Bohn, der Funke-Mediengruppe. Ein Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht sei zwar aus pädagogischer Sicht sinnvoll an den Grundschulen, aber in der aktuellen Situation "nur dann vertretbar, wenn dies mit flankierenden Maßnahmen abgesichert wird". So müsse durch den Einsatz von Raumluftanlagen "größtmögliche Sicherheit gewährleistet sein". Zudem müssten bei einem Anstieg der Corona-Erkrankungen die notwendigen Maßnahmen schnell ergriffen werden, etwa das erneute Tragen von Masken.

Neuseeland stellt Lockdown-Ende bei 90% Impfquote in Aussicht 

Neuseeland will bei Erreichen einer Impfquote von 90 Prozent auf weitere Corona-Lockdowns verzichten. "Wir können geimpfte Menschen nicht ewig bitten, zu Hause zu bleiben", sagte Premierministerin Jacinda Ardern am Freitag. Das Ziel ihrer Regierung sei nun nicht mehr, das Virus gänzlich loszuwerden, sondern Menschen stattdessen durch Impfungen zu schützen. Bislang sind 86 Prozent der für eine Corona-Impfung infrage kommenden Bewohner des Inselstaates einfach und 68 Prozent zweifach geimpft.

RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 95,1 gestiegen 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut stark gestiegen und liegt nun bei 95,1 (Vorwoche: 68,7). Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 19.572 (11.518) Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 85,6 gelegen. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 116 (65) Fälle auf 94.991. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.437.280, die Zahl der Genesenen bei rund 4.192.000.

Großbritannien meldet erstmals seit Juni mehr als 50.000 tägliche Fälle 

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien hat erstmals seit Juli wieder die Schwelle von 50.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 52.009 Ansteckungen registriert worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Forderungen nach einer Wiedereinführung der im Juli aufgehobenen Schutzmaßnahmen wies die Regierung zurück.

EU-Staaten wollen Impfskeptiker überzeugen 

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Länder das Impftempo beschleunigen und Skeptiker von einer Immunisierung überzeugen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs vereinbarten am Donnerstagabend bei ihrem Gipfel in Brüssel laut EU-Diplomaten die "Anstrengungen gegen Impfskepsis zu erhöhen" und "gegen Desinformation vorzugehen, vor allem in den sozialen Medien".

Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/sha

(END) Dow Jones Newswires

October 22, 2021 15:31 ET (19:31 GMT)

Copier lien
Aktuelle Nachrichten zu "Wirtschaft & Forex"
05:36
05:36
05:36
05:36
05:36