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Aktien Schweiz von Devisenmarkt und Pharmasektor belastet

09.09.2021 | 17:46

ZÜRICH (Dow Jones)--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag den dritten Tag in Folge mit Abgaben geschlossen. Die mit Spannung erwartete Sitzung der Europäischen Zentralbank stützte die europäischen Börsen etwas, in der Schweiz kam von diesem Schwung aber nicht viel an. Zwar hatte die EZB eine Reduzierung der Wertpapierkäufe im Rahmen des PEPP-Programms in Aussicht gestellt.

Analysten hielten es aber für denkbar, dass dafür das APP-Programm aufgestockt werde, so dass sich am Quantum insgesamt möglicherweise gar nicht viel ändern werde, hieß es. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte solche Überlegungen nicht ausgeschlossen. In der Folge geriet der Euro zum Franken unter Druck, auch der US-Dollar gab nach. Der feste Franken wiederum bremste den eidgenössischen Aktienmarkt. Der SMI verlor 0,8 Prozent auf 12.116 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber, unverändert schlossen zwei Aktien. Umgesetzt wurden 29,56 (zuvor: 31,07) Millionen Aktien.

Belastet wurde der Markt von Abschlägen der beiden Pharmaschwergewichte Roche (-3%) und (-1,7%) Novartis. Im Handel wurde auf Pläne von US-Präsident Joe Biden zur Senkung der Preise für verschreibungspflichtige Medikamente verwiesen. Zu den administrativen Maßnahmen gehören auch die Prüfung der Kostenerstattung für Medikamente in Medicare auf der Grundlage ihres klinischen Nutzens. Medicare ist das Gesundheitsprogramm für Menschen ab 65 Jahren und für jüngere Menschen mit Behinderungen in den USA.

Dagegen erholten sich Holcim (+1%) nach der jüngsten Talfahrt im Gefolge eines negativen Gerichtsurteils in Sachen Terrorismusfinanzierung in Frankreich leicht. Nestle schlossen unverändert und bewies damit relative Stärke. Auch außerhalb der Schweiz waren Werte aus dem Bereich Lebensmittel tendenziell gefragt. "Das zeigt, dass Anleger sehr defensiv aufgestellt bleiben", sagte ein Händler. Lindt & Sprüngli zogen um 0,6 Prozent an. Swiss Re rückten um 0,2 Prozent vor. Der Rückversicherer rechnet damit, dass sich das weltweite Prämienwachstum im Sachversicherungsmarkt 2021 und 2022 fortsetzen werde.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cbr

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2021 11:45 ET (15:45 GMT)

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