MÄRKTE USA/Börsen geben nach jüngsten Rekordhochs nach

27.07.2021 | 18:20

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street zeigt sich am Dienstag mit Abschlägen. Nach den jüngsten Rekordständen nehmen die Anleger nun Gewinne mit. Zudem rückt die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch zunehmend in den Fokus, was bei den Anlegern zu einer gewissen Risikoscheu führt.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) gibt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent nach auf 34.975 Punkte, der S&P-500 verliert 0,8 Prozent. Der technologielastige Nasdaq-Composite notiert 1,9 Prozent leichter.

Zentrales Thema ist zunächst jedoch die Bilanzsaison. Die bisher vorgelegten Zahlen haben überwiegend positiv überrascht. Dem steht aber die Sorge gegenüber, dass die wieder steigenden Corona-Fallzahlen die Erholung der Wirtschaft abwürgen könnten. Überdies haben viele Unternehmen mit Lieferkettenproblemen zu kämpfen. Und nicht zuletzt belastet die stark gestiegene Inflation.

Schon am Montag nach Börsenschluss hat Tesla (-3,3%) über den Verlauf des zweiten Quartals berichtet. Der Hersteller von Elektroautos erzielte ein Rekordergebnis, das die Erwartungen der Analysten übertraf. Allerdings muss Tesla die Einführung seines Semi-Trucks aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Batteriezellen und Problemen in der Lieferkette verschieben.

Intel legte zwar keine Zahlen vor, präsentierte aber seinen Fahrplan für die Chipentwicklung bis 2025, mit dem das Unternehmen wieder die weltweite Nummer 1 werden will. Die Anleger scheinen nicht überzeugt, die Aktie verliert 3,2 Prozent.

   Quartalsausweise im Fokus 

UPS (-8,0%) meldete einen höheren Gewinn als erwartet. Allerdings ging das Paketaufkommen im zweiten Quartal dieses Jahres verglichen mit dem des Vorjahrs, das den Höhepunkt der Pandemie markierte, zurück.

GE (+1,2%) hat auf bereinigter Basis besser als erwartet abgeschnitten und überraschte zudem mit einem positiven Cashflow. Für das laufende Geschäftsjahr ist der Konzern nun optimistischer. Auch 3M (-1,2%) traut sich mehr zu, nachdem das zweite Quartal die Erwartungen übertroffen hat. Allerdings verkauft das Unternehmen weniger Schutzmasken, weil der Markt gesättigt ist, und fährt deshalb die Produktion dieser Artikel herunter. Zahlen und Ausblick von Raytheon (+3,7%) überzeugten ebenfalls.

Nach Handelsende werden die Technologieriesen Alphabet, AMD, Apple und Microsoft ihre Zahlenausweise vorlegen, dazu einige Hochkaräter aus anderen Branchen.

An Konjunkturdaten wurden vorbörslich die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht. Diese stiegen im Juni weniger stark als von Volkswirten prognostiziert. Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Juli indessen entgegen den Erwartungen verbessert.

   Dollar etwas leichter - Anleihen gesucht 

Der Dollar gibt in Reaktion auf die schwachen Auftragseingänge etwas nach. Die besseren Verbraucherdaten stützen nicht. Der Dollarindex verliert 0,3 Prozent. Anleihen sind als vermeintlich sicherer Hafen gesucht. Die Rendite 10-jähriger Papiere sinkt um 5,3 Basispunkte auf 1,24 Prozent.

Die Ölpreise geben etwas nach, belastet von Sorgen über eine langsamere Erholung der Weltwirtschaft. Nach Handelsschluss werden noch Daten zu den Rohöllagerbeständen in den USA vom privaten American Petroleum Institute (API) erwartet.

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INDEX                 zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
DJIA                34.974,85      -0,5%       -169,46         +14,3% 
S&P-500              4.387,83      -0,8%        -34,47         +16,8% 
Nasdaq-Comp.        14.566,05      -1,9%       -274,67         +13,0% 
Nasdaq-100          14.862,80      -1,7%       -263,16         +15,3% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit     Rendite  Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,20      -0,3        0,20        8,2 
5 Jahre         0,69      -3,1        0,72       33,2 
7 Jahre         1,00      -4,3        1,04       34,7 
10 Jahre        1,24      -5,3        1,30       32,6 
30 Jahre        1,90      -4,4        1,94       25,2 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Di, 8:18 Uhr  Mo, 17:25 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,1828      +0,2%        1,1795         1,1810   -3,2% 
EUR/JPY                129,71      -0,5%        129,98         130,27   +2,9% 
EUR/CHF                1,0810      +0,0%        1,0808         1,0818      0% 
EUR/GBP                0,8518      -0,2%        0,8539         0,8544   -4,6% 
USD/JPY                109,66      -0,7%        110,21         110,30   +6,2% 
GBP/USD                1,3884      +0,5%        1,3812         1,3823   +1,6% 
USD/CNH (Offshore)     6,5245      +0,6%        6,4843         6,4847   +0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD             38.291,51      +3,2%     37.213,26      38.369,47  +31,8% 
 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               71,38      71,91         -0,7%          -0,53  +48,1% 
Brent/ICE               74,22      74,50         -0,4%          -0,28  +45,2% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.800,21   1.797,53         +0,1%          +2,69   -5,2% 
Silber (Spot)           24,55      25,18         -2,5%          -0,62   -7,0% 
Platin (Spot)        1.051,15   1.068,50         -1,6%         -17,35   -1,8% 
Kupfer-Future            4,56       4,59         -0,5%          -0,03  +29,3% 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2021 12:19 ET (16:19 GMT)

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